Was ist ein „ISEK“?

Die Grundlage für die Förderprogramme „Aktive Kernbereiche“ und „Lokale Ökonomie“ im Stadtzentrum Lorsch bildet das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (kurz: ISEK), das nun vom Büro Rittmannsperger Architekten aus Darmstadt erarbeitet wird.

Zu Beginn des Entwicklungskonzeptes wird der Bestand anhand von Unterlagen, Statistiken, Gesprächen und Vor-Ort-Aufnahmen analysiert (Untersuchungsgebiet). Ausgehend davon werden Leitbilder und Ziele für das Stadtzentrum Lorsch formuliert.

Das Kernstück des Konzeptes bildet ein Katalog an Maßnahmen und Projektvorschlägen, die in einer Übersicht mit Zeithorizonten hinterlegt sind. Für die Umsetzung der Maßnahmen und den Einsatz von Mitteln in den kommenden Jahren nach den Kriterien des Programms „Aktive Kernbereiche in Hessen“ und „Lokale Ökonomie“ stellt das ISEK den Masterplan („Drehbuch“) dar. Damit bildet es die Handlungs- und Entscheidungsgrundlage für die Umsetzungsphase der Förderprogramme für die kommenden 10 Jahre.

Das ISEK wird in einem partizipativen Prozess erarbeitet, das heißt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den ansässigen Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie der Verwaltung – in Abstimmung mit den politischen Vertretern und dem Fördermittelgeber. Das bedeutet, dass alle Interessierten eingeladen sind, ihre Zielvorstellungen und Projektideen einzubringen.

Es bildet die Handlungsgrundlage für die dann folgende Umsetzung der Maßnahmen und Projekte in den beiden Förderprogrammen für die kommenden Jahre. Das ISEK enthält eine Projektliste mit Prioritäten sowie einen Zeit- und Kostenplan für alle Maßnahmen. Es wird durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen abgestimmt und von der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Lorsch beschlossen.

Das ISEK sammelt konkrete und lokal abgestimmte Lösungsansätze für eine Vielzahl von Herausforderungen und Aufgabengebieten (z.B. städtebauliche, funktionale oder ökonomische Defizite und Anpassungserfordernisse). Es zeigt Problembereiche für einen konkreten Teilraum auf und bearbeitet sie ergebnisorientiert. Dabei berücksichtigt es regionale und gesamtstädtische Rahmenbedingungen. Wichtig für das Verständnis ist die Tatsache, dass das Entwicklungskonzept keine fertig ausgearbeitete Planung beinhaltet, sondern Aufgaben für die Stadtentwicklung Lorschs formuliert.