Lokale Ökonomie – Geförderte Unternehmen in Lorsch

Das Förderprogramm ´Zukunftsunternehmen Lorsch - Lokale Ökonomie´

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Die Fördergelder der sogenannten „Maßnahmenlinie Lokale Ökonomie“ stammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Förderprogramm hat das Ziel der Förderung der lokalen Ökonomie und des Unternehmergeistes im städtischen Umfeld. Im Unterschied zu anderen Wirtschaftsförderprogrammen können aus dem Programm Kleinst- und Kleinbetriebe, Selbständige wie auch Existenzgründungen gefördert werden. Ebenso können Branchen wie Einzelhandel und Gastronomie aus diesem Programm unterstützt werden.

Insgesamt wurde damit inzwischen sechs Unternehmen im Lorscher Stadtzentrum eine Förderung mit EU-Fördermitteln bewilligt. Noch bis Mitte 2022 wird das Programm im Lorscher Stadtzentrum durchgeführt, danach endet diese Förderperiode der EU.

Geförderte Vorhaben im Programm ´Zukunftsunternehmen Lorsch´

Abgeschlossene Vorhaben

1. Modernisierung der Filiale der Bäckerei Drayß (Carstanjen-Center, Römerstraße 10)

Bäckerei Drayß - vorher
Bäckerei Drayß - nachher

Pionierin bei der Antragstellung ist die Bäckerei Drayß. Sie hat im Zuge der Eröffnung des nahkauf-Supermarktes im ´Carstanjen-Center´ die Chance genutzt, die Gestaltung der Bäckerei-Filiale in der Vorkassenzone deutlich zu verbessern und an das moderne Design des Supermarktes anzupassen.

„Für die Filiale war es genau der richtige Zeitpunkt, die in die Jahre gekommene Einrichtung auszutauschen. Theke und Regale wurden modernisiert und auch die Beleuchtung und die Kasse auf einen aktuellen Stand gebracht!“, berichtet Heike Drayß, die Betreiberin der Filiale.

2. Modernisierung des Theater Sapperlot (Stiftstraße 18)

Theater Sapperlot - vorher
Theater Sapperlot - nachher

Für Hans-Peter Frohnmaier, Betreiber der Lorscher Kulturinstitution „Theater Sapperlot“, war 2020 bislang ein sehr herausforderndes Jahr. Lange Schließzeiten, verbunden mit Ausfällen von zahlreichen Gastspielen, haben die Zukunft des Sapperlot in Frage gestellt.

Doch Frohnmaier hat sich entschieden, trotz der widrigen Situation für die Kulturbranche kämpferisch nach vorne zu blicken und das Theater für die Zukunft fit zu machen: Er tauschte Ton- und Lichttechnik aus, stellte das Kassensystem auf eine deutlich effizientere digitale Variante um, die Bestellprozesse deutlich vereinfacht. Auf der Maßnahmenliste standen weiterhin Infektionsschutzmaßnahmen wie Luftreiniger und Plexiglasscheiben.

3. Modernisierung des [ånneschd]-Conceptstore (Römerstraße 1)

[ånneschd]-Conceptstore vorher
anneschd - nach Umbau links
anneschd - nach Umbau

Das ´[ånneschd]´ hat eine umfangreiche Modernisierung durchgeführt. In der Römerstraße wurde das Ladengeschäft mit umfangreichen Maßnahmen in der Haustechnik für die dann folgende Neugestaltung vorbereitet. Lisa und Michael Sochiera präsentieren ihren „Laden zur Region“  nun stilvoll eingerichtet und wollen so für die Kundinnen und Kunden ein ganz neues Einkaufs- und Verweil-Gefühl geben, denn auch um einen Cafébereich soll das ånneschd erweitert werden.

Inhaber Michael Sochiera zum Umbau: „Wir haben unseren Conceptstore komplett neu eingerichtet und freuen uns, dass das mit Hilfe der Fördergelder unterstützt wurde – denn ganz allein hätten wir das nicht stemmen können!”

4. Modernisierung der Süßen Werkstatt (Römerstraße 8 & 10)

Süße Werkstatt_vorher
Süße Werkstatt - Markise

Bei Johanna Heiligenthal und Sonja Helmling von der ´Süßen Werkstatt´, inzwischen seit 12 Jahren beliebter Anlaufpunkt für alle Schokoladen-, Pralinen- und Kuchenfans in Lorsch, ist die Entwicklung in den letzten Jahren positiv vorangeschritten.

Deswegen haben die beiden Konditorinnen nun einige Verbesserungen umgesetzt, um der steigenden Nachfrage nach süßen Leckereien gerecht zu werden: „Wichtig ist die Klimatisierung der Backstube und des Verkaufsraums, damit wir in gewohnter Qualität die Produkte herstellen und anbieten zu können – vor allem im Sommer, wenn die Temperaturen steigen. Die Herstellung ist auch mit einem neuen Arbeitstisch und dem Frosterschrank für die Pralinen leichter. Optisch hat sich mit der neuen Markise und einem Thekenaufsatz ebenfalls einiges getan. Für die Kundinnen und Kunden gibt es nun zusätzliche Produkte mit Bezug zu Lorsch!“

5. Neueröffnung der Filiale der Backwerk Rauen GmbH (Römerstraße 11)

Backwerk Rauen nachher innen

Das Backwerk Rauen wird die bisherige Filiale der Bäckerei Graf in der Römerstraße übernehmen. Das Ladenlokal wurde komplett modernisiert und neu eingerichtet.

Hans-Peter Rauen, Bäckermeister und Brotsommelier der GmbH mit Sitz in Heppenheim, hat  die Gestaltung im bekannten ´Rauen-Design´ umgesetzt und investiert dabei deutlich über die bewilligte Fördersumme hinaus: „Wir haben die Filiale ganz modern aufgestellt! Dabei haben wir uns nicht nur auf den Verkauf der Backwaren beschränkt, sondern bieten mit dem neuen Cafébereich eine weitere Möglichkeit zum Verweilen im Lorscher Stadtzentrum , auch an Sonn- und Feiertagen. Außen hat der Laden ebenfalls ein neues Design bekommen.“

Durch den Immobilien-Eigentümer wurde parallel zur Förderung in der Lokalen Ökonomie auch eine Sanierung der Fassade vorgenommen.

Vorhaben in der Umsetzung

6. Modernisierung des Cafés am Kloster (Nibelungenstraße 37)

Café am Kloster vorher
Café am Kloster außen Markise

Das Café am Kloster am Markt- und Benediktinerplatz hat für die kommenden Monate eine umfassende Modernisierung geplant.

Inhaber Hans-Günther Drayß, der sein Café seit 1987 in Sichtweite der Königshalle betreibt, will sein Unternehmen in den kommenden Monaten in vielen Bereichen auf den neuesten Stand bringen: „Wir haben nun mit einem langen Mietvertrag Planungssicherheit für das Café und können daher auch nachhaltige Investitionen tätigen. Jetzt wollen wir loslegen, werden draußen die Markise erneuern und im Innenbereich die Möblierung mit neuer Polsterung versehen. Mit der Anschaffung von neuen Geräten werden die Gäste die Veränderung zwar nicht unmittelbar sehen, aber schmecken. Vor allem bei den Kaffeemaschinen, die neue Sorten zubereiten können.  Dadurch verbessert sich der Geschmack und die Schnelligkeit, so dass wir Busgruppen einfacher bedienen können.“

7. Eröffnung der Hundetherapiepraxis ´Panta Rhei vet´ (Schulstraße 2)

Schulstrasse 2 - Leerstand vorher
Hundetherapiezentrum Lorsch Panta Rhei vet

Gabriela Rödig unternimmt in der Schulstraße 2 den nächsten Schritt mit ihrem Hundetherapiezentrum. War sie bislang vor allem mobil auf Kundenbesuch unterwegs, hat sie nun mit einem festen Ladenlokal eine dauerhafte Anlaufstelle für die zwei- und vierbeinigen Kund*innen.

Sie belegt im ´Haus Würsching´ einen Leerstand neben dem Alten Rathaus neu und ist überzeugt: „Hunde werden als Familienmitglieder wahrgenommen und rangieren in der Wertschätzung sehr weit oben. Physiotherapie für den Hund wird als Nachsorgebehandlung nach Operationen oder begleitende Behandlung gerne genutzt. Darum bin ich sehr zuversichtlich, dass diese Therapie auch in Lorsch gut angenommen wird.

Die Unterstützung durch die Förderung der ´Lokalen Ökonomie´ war hierbei sehr wichtig, um vor Ort auch Therapiemöglichkeiten anbieten zu können, für die die Investition zu Beginn sehr hoch ist.“

8. Eröffnung einer italienischen Gastronomie ´La Mediterranea´ (Römerstraße 6)

La Mediterranea vorher Leerstand Römerstraße 6

In der Römerstraße 6 – kurzzeitig ebenfalls ein Leerstand und zuvor mit dem ´[ånneschd]-Studio´ belegt – haben die Umbauarbeiten von Lucia D´Andrea und ihrem Mann Michele Pietrosino begonnen. Sie möchten mit ´La Mediterranea´ in Kürze eine italienische Gastronomie für Speisen zum Mitnehmen eröffnen. Im Rahmen der Förderung durch die Lokale Ökonomie wird die Existenzgründerin D´Andrea sowohl die Renovierung des Ladenlokals als auch zahlreiche Küchengeräte und die Einrichtung des Verkaufsraums umsetzen. Auch die Miete kann für sie als Existenzgründe mit in die Förderung einfließen.

Sie ist dankbar für die Unterstützung und sagt: „Die EU-Beihilfe macht es uns viel leichter, die hohen Investitionen zu Beginn zu stemmen und den Start von ´La Mediterranea´ zu bewältigen – dafür sind wir sehr dankbar!“

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